Vier Holzarten für die Fensterproduktion, ausgewählt nach Witterungsbeständigkeit, Klima-Eignung und Struktur: Kiefer, Eiche, Meranti und Lärche. Alle als 3-fach verleimtes Brettschichtholz erhältlich, FSC- oder PEFC-zertifiziert auf Anfrage.
Jede Holzart hat eigene Eigenschaften, die Witterungsbeständigkeit, Wärmedämmung, Feuchteresistenz und das visuelle Erscheinungsbild beeinflussen. Die richtige Wahl hängt vom Klima, Gebäudetyp und Designanforderungen ab.
Skandinavische Kiefer ist die meistverwendete Holzart im Fensterbau Nordeuropas. Die gerade, gleichmäßige Faser nimmt Lasur und Lack einheitlich auf und ergibt eine saubere Oberfläche, die jahrzehntelang farbstabil bleibt. Der natürliche Harzgehalt sorgt für eine Grundresistenz gegen Feuchtigkeit.
Kiefer bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Bearbeitbarkeit, Beständigkeit und Preis. Sie ist die Standardwahl für Wohnbauprojekte in allen europäischen Klimazonen.
Europäische Eiche ist die Premium-Wahl im Fensterbau. Hohe Härte und natürliche Resistenzklasse 2 bedeuten: keine zwingende chemische Schutzbehandlung, das Holz ist von Natur aus widerstandsfähig gegen Fäulnis und Insektenbefall. Die markante Maserung wird oft mit Klarlack offen sichtbar belassen.
Bevorzugt für Denkmalschutz, repräsentative Wohnhäuser und architektonische Projekte, in denen der Fensterrahmen ein Gestaltungselement ist. Beispiel: Baznīcas iela 5, Riga, Sanierung eines Jugendstil-Gebäudes mit Eichenfenstern.
Meranti ist ein tropisches Laubholz, geschätzt für seine herausragende Feuchtebeständigkeit. Natürliche Öle machen es besonders maßhaltig in feuchten und maritimen Klimazonen, in denen europäische Nadelhölzer an ihre Grenzen kommen. Die feine, ineinandergreifende Faser widersteht dem Splittern und bietet eine glatte, gleichmäßige Oberfläche.
Häufig ausgeschrieben für Küstenobjekte, Seehäfen und Exportprojekte in feuchte Regionen. Dimensionsstabilität bedeutet weniger Quellen und Schwinden über die Jahreszeiten. Wir beziehen ausschließlich FSC- oder PEFC-zertifiziertes Meranti, Tropenholz ohne Zertifizierung kommt nicht in Frage.
Europäische Lärche ist das witterungsbeständigste Nadelholz auf dem Markt. Hoher Harz- und Tannin-Gehalt verleiht ihr eine natürliche Beständigkeit, die mit vielen Laubhölzern vergleichbar ist, bei geringerem Gewicht und besserer Bearbeitbarkeit. Lärche entwickelt unbehandelt eine charakteristische silbergraue Patina.
Eine sehr gute Wahl für exponierte Lagen, Gebirgsobjekte und Alpenarchitektur. Auch eingesetzt im Bereich Brandschutzfenster wegen der natürlichen Dichte und langsamen Abbrandgeschwindigkeit. Sibirische Lärche kann unter europäischen Klimabedingungen unbehandelt eingebaut werden.
Übersichtlicher Vergleich der technischen Eigenschaften, als Hilfe bei der Auswahl der passenden Holzart für Ihr Projekt und Klima.
| Eigenschaft | Kiefer | Eiche | Meranti | Lärche |
|---|---|---|---|---|
| Natürliche Resistenz (DIN EN 350) | Mäßig (Klasse 3-4) | Hoch (Klasse 2) | Hoch (Klasse 2-3) | Gut bis hoch (Klasse 3) |
| Feuchtebeständigkeit | Gut (mit Schutz) | Sehr gut | Hervorragend | Sehr gut |
| Faserbild | Gerade, gleichmäßig | Markant, charakteristisch | Fein, verflochten | Gerade, fein |
| Geeignetes Klima | Universell | Universell | Feucht / Küste | Exponiert / kalt |
| Rohdichte (kg/m³) | 510 | 710 | 640 | 590 |
| Lasur-/Lackaufnahme | Hervorragend | Gut | Sehr gut | Gut |
| Wärmedämmung Uf | Gut | Mäßig | Gut | Gut |
| Pflegeintervall (Anstrich) | 8-10 Jahre | 10-12 Jahre | 10-12 Jahre | 10-12 Jahre |
| Herkunft | Skandinavien / Baltikum | Mitteleuropa | Südostasien (FSC/PEFC) | Mitteleuropa / Sibirien |
| FSC/PEFC verfügbar | Ja | Ja | Ja (Pflicht) | Ja |
| Preisniveau | Standard | +40-60% | +20-35% | +10-20% |
Vergleichen Sie die Vollkosten von Holzfenstern aus 4 Holzarten über 10-25 Jahre, inklusive Pflege. Indikative Preise. Genaues Angebot auf Anfrage.
Berechnung: indikativer Fensterpreis (€/m²) × Fläche + planmäßiger Neuanstrich alle 8-12 Jahre. Ohne Lieferung, Montage und Sonderarbeiten. Genauer Preis hängt von Profil (ECO 68/92/Premium 115), Verglasung, Beschlägen, Farbton und Lieferland ab.
Alle unsere Fensterprofile bestehen aus 3-fach verleimtem Brettschichtholz, nicht aus Massivholz. Das ist eine bewusste konstruktive Entscheidung mit messbaren Vorteilen.
Brettschichtholz besteht aus drei Lamellen kammergetrockneten Holzes, unter Druck mit Konstruktions-Kleber verleimt. Jede Lamelle wird auf 12 % Holzfeuchte heruntergetrocknet, deutlich unter den 20 % typischer luftgetrockneter Hölzer. Die Faserrichtung wechselt zwischen den Schichten und gleicht die natürliche Neigung des Holzes zum Verziehen aus.
Ergebnis: ein Profil, das seine Form über Jahrzehnte hält, verlässliche Dichtungen, leichtgängige Beschläge und stabile Wärmedämmung über die gesamte Lebensdauer von 60 Jahren. Das gilt für jedes unserer Produkte: vom Passivhausfenster mit 4-fach-Verglasung bis zum Standard-Wohnbaufenster.
Maßhaltigkeit: 68 % weniger Verzug als Massivholz-Profile in 20 Jahren Praxiseinsatz.
Feuchtekontrolle: Kammergetrocknet auf 12 % vs 20 %+ bei luftgetrocknetem Holz. Niedrigere Anfangsfeuchte bedeutet weniger Bewegung beim Akklimatisieren.
Strukturfestigkeit: Kreuzweise Lamellierung erhöht die Spaltfestigkeit an den Beschlagsbefestigungen.
Konsistenz: Jede Lamelle wird einzeln geprüft. Ein Defekt in einer Schicht beeinträchtigt nicht das gesamte Profil.
In den 1970er und 1980er Jahren wurden in Deutschland viele Fenster aus unkontrolliert geschlagenem Tropenholz gebaut. Das hat dem Material zu Recht einen schlechten Ruf eingebracht. Heute gilt für uns eine klare Regel:
Kiefer, Eiche und Lärche stammen aus skandinavischen, baltischen und mitteleuropäischen Forsten mit kontrollierter Bewirtschaftung. Kurze Lieferketten, transparente Herkunft, FSC- oder PEFC-Zertifikat verfügbar. Für ca. 90 % unserer Projekte ist heimisches Holz die richtige Wahl.
Meranti hat objektive technische Vorteile in feuchten Klimazonen: Dimensionsstabilität, Feuchteresistenz, gleichmäßige Faser. Aber: Tropenholz ohne Zertifizierung kommt bei uns nicht ins Lager.
Wir beziehen Meranti ausschließlich aus FSC- oder PEFC-zertifizierten Quellen in Südostasien. Das Zertifikat dokumentiert nachhaltige Forstwirtschaft und faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette.
Wenn Sie unsicher sind: Für die klimatischen Bedingungen in der DACH-Region (außer direkter Küstenlage) ist Eiche oder Lärche meistens die bessere Wahl als Meranti: heimisch und mit ähnlicher technischer Leistung.
Beantworten Sie 3 Fragen, wir empfehlen die passende Holzart für Ihr Projekt.
Schritt 1 von 3
Wo befindet sich Ihr Projekt?
Jedes Fenster und jedes Türsystem aus unserer Fertigung ist in Kiefer, Eiche, Meranti oder Lärche verfügbar. Die Holzart schränkt die Produktauswahl nicht ein.
Außen öffnende Doppelflügelfenster. Traditionelles nordisches Design mit moderner Technik.
Produkt ansehen →Holz innen, Aluminium-Deckschale außen. Wartungsfrei auf der Außenseite.
Produkt ansehen →Hebe-Schiebe- und Kipp-Schiebe-Systeme. Große Glasflächen mit leichtgängiger Mechanik.
Produkt ansehen →Die richtige Holzart hängt vom Projekt ab. Kiefer ist die Standardwahl für Wohnbauprojekte, sie bietet hervorragende Bearbeitbarkeit, gleichmäßige Lasuraufnahme und zuverlässige Funktion in allen europäischen Klimazonen zum besten Preis. Eiche ist die Premium-Wahl für Denkmalschutz und repräsentative Bauten, in denen die natürliche Maserung Gestaltungselement ist. Meranti bewährt sich in feuchten und maritimen Klimazonen wegen seines natürlichen Öl-Gehalts. Lärche ist die richtige Wahl für exponierte Lagen und Gebirgsobjekte. Alle vier Holzarten sind als 3-fach verleimtes Brettschichtholz erhältlich, für dauerhafte Maßhaltigkeit über Jahrzehnte.
Fachgerecht hergestellte und gepflegte Holzfenster halten 60 Jahre und länger. Entscheidende Faktoren: Holzqualität, Konstruktionsmethode (Brettschichtholz vs Massivholz), Lacksystem und regelmäßige Pflege. Unsere Fenster bestehen aus Brettschichtholz, kammergetrocknet auf 12 % Holzfeuchte und mit mikroporösem Wasserlack veredelt, das Holz kann atmen. Mit Neuanstrich alle 8-12 Jahre überleben Holzfenster regelmäßig PVC-Alternativen, die nach 25-30 Jahren Verschleißerscheinungen zeigen und nicht reparierbar sind, sondern komplett ersetzt werden müssen.
Kiefer ist die bessere Wahl für Preis-Leistung und Vielseitigkeit. Sie nimmt Lasur gleichmäßig auf, ist leichter (weniger Belastung für Beschläge) und bewährt sich in allen Klimazonen. Eiche ist die bessere Wahl für Projekte, in denen die natürliche Maserung sichtbar bleiben soll, Denkmalschutz, repräsentative Wohnhäuser, architektonische Gestaltungselemente. Eiche kostet 40-60 % mehr als Kiefer, ist deutlich schwerer (710 vs 510 kg/m³) und schwieriger zu bearbeiten. Für die meisten Wohnbauprojekte mit Lasur-Oberfläche ist Kiefer die praktische Wahl. Für sichtbare Maserung mit Klarlack ist Eiche unschlagbar.
Nach DIN EN 350 ist Eiche beständiger: Eiche Resistenzklasse 2, Lärche Klasse 3. Allerdings ist Lärche 17 % leichter (590 vs 710 kg/m³) und bietet eine besondere Kombination aus Beständigkeit und Bearbeitbarkeit. Eiche wird für Denkmalschutz und Innenausbau bevorzugt. Lärche eignet sich gut für Außenanwendungen und exponierte Lagen, der natürliche Harzgehalt sorgt für hervorragende Witterungsbeständigkeit. Im Preis liegt Lärche etwa 30-40 % unter Eiche.
Dark Red Meranti erreicht Festigkeitswerte vergleichbar mit europäischer Eiche und übertrifft Kiefer und Lärche in der Feuchtebeständigkeit. Natürliche Öle machen es besonders maßhaltig in maritimen und feuchten Klimazonen. Nachteil: Meranti ist Tropenholz und muss zwingend FSC- oder PEFC-zertifiziert sein, sonst wäre es nicht ökologisch vertretbar. Wir beziehen Meranti ausschließlich aus zertifizierten Quellen. Für Standortklimata in Mitteleuropa (außer direkter Küstenlage) ist meistens Eiche oder Lärche die nachhaltigere Wahl mit ähnlicher technischer Leistung.
Sibirische Lärche wächst in kälterem Klima langsamer und entwickelt einen höheren Harzgehalt. Sie ist dichter (650-700 kg/m³ vs 550-600 für europäische Lärche), härter und kann unter europäischen Klimabedingungen unbehandelt eingebaut werden, sie entwickelt eine silbergraue Patina. Europäische Lärche ist günstiger, etwas leichter zu bearbeiten und für Standardanwendungen vollkommen ausreichend, wird aber in der Regel mit Schutzanstrich versehen. Beide sind als FSC- oder PEFC-zertifiziertes Material verfügbar.
In hochwertigen Holzfenstern wird das Reißen auf zwei Arten verhindert: durch verleimtes Brettschichtholz statt Massivholz und durch Kammertrocknung auf 12 % Holzfeuchte. 3-fach Brettschichtholz mit kreuzweiser Lamellierung widersteht dem Reißen, weil sich die Schichten gegenseitig stabilisieren. Alle vier unserer Holzarten (Kiefer, Eiche, Meranti, Lärche) werden als verleimtes Brettschichtholz geliefert, Reißen ist bei sachgemäßer Herstellung und Nutzung kein Thema.
Wir verwenden mehrschichtige Lacksysteme von TEKNOS (wasserbasierte mikroporöse Lacke), Standard im Fensterbau Nordeuropas. Das System besteht aus tief eindringender Imprägnierung plus 2-3 Deckanstrichen in jedem RAL- oder NCS-Farbton. Alternativen sind Sikkens-Lasuren und Remmers-Lacke für Innenanwendungen. Eiche wird häufig mit Klarlack lackiert, um die natürliche Maserung sichtbar zu lassen.
Ja. Kiefer, Eiche und Lärche sind in zertifizierter Variante (FSC oder PEFC) auf Wunsch verfügbar. Meranti liefern wir ausschließlich mit FSC- oder PEFC-Zertifikat, Tropenholz ohne Zertifizierung ist bei uns nicht im Angebot. Das Zertifikat dokumentiert nachhaltige Forstwirtschaft, faire Arbeitsbedingungen und transparente Lieferketten. Auf Anfrage liefern wir die Zertifizierungsnachweise zu Ihrer Bestellung.
Ja, Holzfenster brauchen periodische Pflege, aber weniger als viele denken. Mit modernen mikroporösen Lacksystemen ist die Hauptaufgabe ein Neuanstrich alle 8-12 Jahre. Das umfasst leichtes Anschleifen und 1-2 Deckschichten. Zwischen den Anstrichen empfehlen wir die jährliche Sichtprüfung von Dichtungen und Beschlägen. Im Gegenzug bieten Holzfenster eine bessere Wärmedämmung als PVC oder Aluminium, sind vollständig reparierbar (anders als PVC) und halten 60 Jahre und länger. Ein als „wartungsfrei" beworbenes PVC-Fenster ist in der Regel nicht reparierbar und wird nach 25-30 Jahren ersetzt.
Schildern Sie uns Ihr Projekt und Ihre bevorzugte Holzart. Wir erstellen ein detailliertes Angebot mit Preisen innerhalb von 2 Werktagen.
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